Zero Waste – ein Leben (fast) ohne Müll
Müll stellt weltweit ein großes Problem dar. Besonders problematisch wird Müll, wenn die Entsorgung nicht kontrolliert werden kann und er in die Umwelt gelangt. Zwei Beispiele:
Mülltourismus
Was ist eigentlich Mülltourismus? Der Begriff beschreibt den systematischen Export von Müll bzw. Abfällen, oft über Landesgrenzen hinweg oder sogar in andere Kontinente. Ziel ist es, strenge Umweltauflagen zu umgehen und Kosten zu sparen. Dabei werden insbesondere Kunststoff-, Elektronik- und Industrieabfälle in Länder gebracht, in denen Entsorgungs- und Recyclingstandards niedriger sind. Dies führt neben einer unfairen Verlagerung von Umweltlasten häufig auch zu ökologischen Schäden und gesundheitlichen Risiken für die lokale Bevölkerung. Mülltourismus macht deutlich, wie dringend globale Regeln, transparente Kontrollen und eine wirksame Abfallvermeidung benötigt werden.

Plastikmüll im Meer – das Great Pacific Garbage Patch
Jedes Jahr gelangen ungefähr 1,15 bis 2,41 Millionen Tonnen Plastik in die Meere und Ozeane. Schwimmfähige Kunststoffe sind widerstandsfähig und können über große Entfernungen transportiert werden. Durch Meeresströmungen erreichen sie zum Beispiel das Great Pacific Garbage Patch und treiben so lange im Meer, bis sie zu kleinsten Mikroplastikpartikeln zerfallen. Das Great Pacific Garbage Patch ist die größte von fünf Plastikansammlungen in den Weltmeeren. Es befindet sich zwischen Hawaii und Kalifornien im Pazifischen Ozean. Die Fläche dieser großen Müllansammlung beträgt 1,6 Millionen Quadratkilometer. Das ist eine Fläche 3-mal so groß wie Frankreich. Tiere wie Fische, Schildkröten, Robben und Seevögel können sich im Plastikmüll verfangen oder die Plastikteile mit Nahrung verwechseln. Dies führt nicht selten zu Verletzungen oder gar zu ihrem Tod. Durch das Fressen von Plastikmüll gelangt Mikroplastik auch in die Nahrungskette und damit potenziell auf unseren Tellern. Langfristig kann auch der Tourismus durch verschmutzte Strände massiv beeinträchtigt werden, da weniger Menschen solche als unästhetisch wahrgenommenen Orte besuchen wollen.
Weitere Informationen findest du hier: https://theoceancleanup.com/great-pacific-garbage-patch/

Was können wir selbst tun? – Natürlich die Müllmenge reduzieren!
Ideen
- Verwende eine Brotdose statt Frischhaltefolie oder Alufolie; eine leere Speiseeisverpackung eignet sich auch dafür
- Benutze eine Trinkflasche aus Metall oder Glas statt einer Einweg-Plastikflasche
- Kaufe Obst und Gemüse unverpackt, zum Beispiel mit einem wiederverwendbaren Gemüsenetz/Stoffbeutel im regulären Supermarkt oder in einem Unverpackt-Laden
- Schreibe beidseitig auf deinem Schreibblock, damit du Papier sparst
- Verwende Recyclingpapier, das aus altem Papier besteht
- Verwende Materialien wie alte Kartons, Dosen oder Stoffreste zum basteln
- Benutze einen Stoffbeutel beim Einkaufen
